Kräuterbeet

Ein Kräuterbeet im Garten zu haben, ist der Traum vieler Menschen. Damit hat man die Möglichkeit fast immer frische Kräuter ernten zu können. Außerdem erlebt man damit verschiedenste Gerüche und Farben.

Wir möchten Ihnen zunächst das Für und Wider eines solchen Beets aufzeigen, Ihnen Tipps für die Planung geben und erklären, worauf Sie beim Anlegen eines Kräuterbeets achten sollten.

Vor- und Nachteile eines Kräuterbeets

Natürlich hat ein Kräuterbeet verschiedene Vor- und Nachteile, die man kennen sollte, damit man für sich entscheiden kann, ob man ein solches Beet wirklich haben möchte. Damit Sie die Argumente schnell erfassen können, haben wir diese stichpunktartig aufgelistet.

Nachteile

  • Man braucht für ein Kräuterbeet ein wenig Platz. Für ein klassisches Beet braucht man schon 4 Quadratmeter.
  • Nicht jeder hat einen Garten. Ohne geht es aber natürlich nicht.
  • Ein sonniger Ort wird für die meisten Küchenkräuter benötigt, da diese ein mediterranes Klima gewohnt sind.
  • Zwar muss man kein Profi-Gärtner sein, doch einen grünen Daumen sollte man schon haben, um ein Kräuterbeet anzulegen.
  • Der einmalige Aufwand für das Anlegen ist sehr hoch.
  • Ein wenig Arbeit ist die Pflege auch.

Vorteile

  • Ganz klar. Man hat fast immer frische Kräuter im eigenen Garten. Die schmecken besser, sind eindeutig gesünder und sehen auch noch besser aus.
  • Bei den selbst gezogenen Pflanzen, weiß man einfach woher sie kommen und dass keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden. Ökologischer geht es nicht!
  • Ein Kräuterbeet verschönert den Garten, da er einfach wunderbar aussieht.
  • Durch die verschiedenen Farben der Pflanzen und Kräuter beruhigt schon das Anschauen.
  • Allein die Gerüche sind im Frühjahr schon die Anschaffung wert.
  • Mit einem Kräutergarten bietet man auch vielen Tieren und Insekten eine Heimat. Gerade auch Bienen fühlen sich in einem solchen Garten sehr wohl.

Und was finden Sie überzeugender? Wir finden, dass die Vorteile eines solchen Beetes die Nachteile klar schlagen. Ob Sie aber den Platz für einen Kräutergarten haben und ob Ihnen der Aufwand der Pflege zu viel ist, müssen Sie für sich entscheiden. Um Ihnen die Entscheidung leichter zu machen, möchten wir Ihnen aufzeigen, worauf Sie bei der Planung, dem Anlegen und der Pflege achten müssen.

Planung eines Kräuterbeets

Mit einer guten und umsichtigen Planung,  erleichtern Sie sich Vieles und Sie sparen sich viel Ärger. Aus diesem Grund zeigen wir Ihnen einige Punkte, auf die Sie vor dem Anlegen achten sollten.

Bei der Planung des Kräutergartens sind die Größe und die Form des Gartens eigentlich egal. Wichtig ist, dass der Standort gut gewählt ist. Die meisten Kräuter kommen aus mediterranen Ländern und lieben deshalb die Sonne und die Wärme. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Planung genau nach solchen Plätzen in Ihrem Garten Ausschau halten. In schattigen Ecken oder gar unter Bäumen sollte man auf gar keinen Fall ein Kräuterbeet anlegen. Hier wächst nämlich gar nichts bis kaum etwas.

Wenn dieser Platz gefunden ist, können Sie die Größe markieren. Hierfür eignen sich Holzstäbe, Seile und Pflöcke sehr gut. Denn so ist es möglich, die Form und die Maße zu variieren. Experimentieren Sie hier so viel Sie wollen. Dabei sollten Sie auch bedenken, dass Sie von allen Seiten gut an das Beet gelangen.

Wenn die Form final angelegt ist, sollen Sie sich überlegen, ob Sie eine Umrandung wünschen. Hierfür eignet sich Naturstein besonders, da er sehr natürlich aussieht und gut in den Garten passt. Außerdem speichern diese Steine die Wärme sehr gut und geben Sie nachts ab. Das sorgt für höhere Erträge und allgemein gutes Wachstum. Außerdem hat man so einen klaren Abschluss des Beetes.

Wenn diese Entscheidung gefallen ist, kann man mit dem Anlegen des eigentlichen Beets beginnen.

Kräuterbeet anlegen

Sie haben den Platz für Ihr Beet gefunden und sich überlegt, wie die Umrandung gestaltet werden soll. Nun geht es an die eigentliche Hauptaufgabe: das Anlegen des Kräuterbeetes. Hierfür ist die Bodenbeschaffenheit sehr wichtig. Die meisten Kräuter fühlen sich in leichteren, durchlässigen Boden sehr gut.

Dafür graben Sie die oberste Grasnarbe ab, welche circa 15- 20 Zentimeter hoch ist. Diese können Sie mit Humus und Sand verfeinern. Auch mit Lehm und Kalk kann man den Boden vermischen. Die richtige Mischung ist abhängig von den Kräutern, welche im Beet kultiviert werden sollen.

Die Bepflanzung

Der richtige Zeitpunkt, um das Beet zu bepflanzen, ist der Frühling. Hier wachsen die Pflanzen am besten an, da die Witterung dafür am besten ist. Denn es wird von Tag zu Tag wärmer, die Sonne scheint und es regnet in regelmäßigen Abständen.

Bei der Bepflanzung des Kräuterbeets sollten Sie auf die Bedürfnisse der Pflanzen achten und diese dementsprechend einpflanzen. Es bietet sich auf jeden Fall an, vorher einen Pflanzplan zu machen und sich darin zu überlegen, wo welche Pflanze stehen soll. Dabei sollten Sie nicht nur die Art, sondern auch die Wuchshöhe der einzelnen Gewächse beachten. Bedenken Sie auch, welche Kräuter schneller wachsen und geben Sie diesen direkt mehr Platz.

Direkt nach dem Einpflanzen sollten Sie einmal kräftig wässern, damit sich die Erde die Pflanzlöcher schließt und die Wurzeln voll umschlossen werden. Außerdem benötigen die Pflanzen erst einmal viel Energie, um anzuwachsen.

Nun sollte Ihr Beet eingerichtet und bepflanzt sein. Die meiste Arbeit ist nun geschafft. Nun müssen Sie Ihren neu angelegten Kräutergarten nur noch regelmäßig pflegen. Worauf Sie dabei achten sollten, zeigen wir Ihnen nun.

Die richtigen Kräuter für Ihr Beet

Die Auswahl der Kräuter sollten Sie natürlich nach Ihrem Geschmack treffen. Es macht keinen Sinn etwas einzupflanzen, was Sie gar nicht nutzen oder mögen. Achten Sie bei der Auswahl der Pflanzen aber auch auf die Wuchshöhe, die verlangte Bodenbeschaffenheit und die Ausrichtung nach der Sonne.

Für Kräutergärten sind besonders folgende Kräuter sehr beliebt:

  • Thymian
  • Minze
  • Petersilie
  • Rucola
  • Schnittlauch
  • Lavendel
  • Zitronenmelisse
  • Rosmarin
  • Oregano
  • Salbei
  • Basilikum
  • Dill

Die Pflege des Beetes

Natürlich ist es am wichtigsten, dass das Beet immer genügend Wasser bekommt. Gerade im Sommer können die Kräuter schnell vertrocknen, da das Kräuterbeet ja sehr sonnig angelegt ist. Achten Sie beim Gießen aber auf die Bedürfnisse der Pflanzen. Am einfachsten überprüfen Sie die Feuchtigkeit in der Erde, indem Sie mit dem Finger einige Zentimeter in den Boden graben.

Gerade schnellwachsende Kräuter müssen regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit Sie nicht alles überwuchern.

Gleichzeitig sollten Sie das Beet immer von Unkraut und anderen unerwünschten Pflanzen säubern, damit auch wirklich nur das wächst, was Sie möchten.

Im Frühjahr und Spätsommer sollten Sie Humus in das gesamte Kräuterbeet einarbeiten. Hierfür eignet sich auch Steinmehl, Dung oder Nitrat-Dünger.

Über die Wintermonate können Sie die Pflanzen mit einer dicken Schicht aus Humus oder Rasenschnitt vor der Kälte schützen.

Wer regelmäßig etwas Arbeit in die Pflege des Kräutergartens investiert, muss auch nicht stundenlang ackern. Nur um das Beet winterfest zu machen und es dann auch dem Dornröschenschlaf im Frühjahr zu wecken, muss man etwas mehr Zeit investieren.

 

Hoffentlich konnten wir Ihnen mit dieser Seite aufzeigen, dass sowohl die Planung als auch die Bepflanzung kein großes Problem darstellen. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn Sie auch bald ein Kräuterbeet Ihr Eigen nennen könnten.