Kräuterturm selber bauen

Einen eigenen Kräuterturm zu bauen, ist gar nicht schwer. Es gibt hierfür nämlich verschiedene Möglichkeiten. Je nach handwerklichem Geschick, vorhandenem Material und gewünschtem Aussehen lassen sich diese Türme ganz einfach selber machen. Wir möchten Ihnen die zwei gängigsten Methoden hier vorstellen:

Kräuterturm aus Tontöpfen selber machen

Alte Tontöpfe hat fast jeder im Keller stehen und man traut es sich nicht, diese wegzuschmeißen. Klar, irgendwann kann man sie ja nochmal brauchen. Und mit einer Verwendung als Kräuterturm stimmt das sogar endlich!

Für einen Kräuterturm aus Tontöpfen werden diese einfach übereinander angeordnet. Dabei platziert man die größten Töpfe ganz unten und die kleineren oben. Am besten legt man die Reihenfolge von groß nach klein bereits vorher fest. Die Töpfe können dann entweder an einem stabilen Stab aus Holz oder Metall befestigt oder an einem Seil aufgehängt werden.

Bei der Variante mit einem Stab steckt man diesen durch die Töpfe. Den Stab sollte man danach auswählen, dass er gerade so durch die Öffnungen der Tontöpfe passt. Man beginnt mit dem größten Tontopf, füllt ihn unten mit Steinen und danach mit Erde. Das verhindert Staunässe. Danach steckt man den Stab hinein. Man kann hierfür auch Pflanz- oder Bambusstäbe verwenden. Danach steckt man den nächst kleineren Topf über den Stab, legt eine Höhe fest und bindet einen Kabelbinder um den Stab. Das überstehende Ende kann entfernt werden. Der Kabelbinder fungiert als Stopp für den Topf. So gehen Sie nun Topf für Topf vor und achten dabei auf eine möglichst gute Gewichtsverteilung. Füllen Sie die Töpfe nun mit Erde und pflanzen die gewünschten Kräuter drin ein.

Kräutertürme aus Paletten selber bauen

Wer aus Altem etwas Neues erschaffen möchte, ist mit dieser DIY-Variante bestens beraten. Man brauch hierfür nur eine Euro-Palette, Holzlatten, Teichfolie einen Kuhfuß, ein paar Schrauben und natürlich Erde und die Pflanzen.

Man beginnt damit, dass man die beiden mittleren, dünnen Bretter der Palette entfernt. Der Boden der untersten Pflanzebene wird mit einer Holzlatte erstellt. Genau so geht man bei den anderen beiden Ebenen auch vor. Dadurch entstehen drei Pflanzgefässe, die mit Teichfolie ausgekleidet werden können. Dies verhindert, dass die Palette schnell schimmelt und verrottet. Dadurch hat man schon die Pflanzebenen erstellt. Diese sollten nun jeweils mit einem Loch versehen werden, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Wer möchte, gibt noch etwas Kies ein und erst darauf die Erde. Auch das verhindert nämlich Staunässe. Nun sollte man noch für einen festeren und sicheren Stand der Palette sorgen. Hierfür kann man noch am Boden der Holzpallette zwei Latten im rechten Winkel anbringen. Diese fungieren als Standfuss und sorgen für einen guten Stand. So kann der Kräuterturm nicht kippen.

Unser Fazit

Sie sehen also, dass es gar nicht schwer ist, einen Kräuterturm selber zu bauen. Man braucht nur wenig Material und ein wenig Geschick. Haben Sie noch andere Ideen? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge!

Vor- und Nachteile eines Kräuterspiralen-Bausatzes

Nicht jeder ist so geschickt oder hat so viel Zeit, um sich selbst eine Kräuterspirale selber zu bauen. Für all diese Menschen gibt es Kräuterspiralen-Bausätze! Mit diesen kommt man ganz einfach zu einer eigenen Kräuterschnecke.

Wenn sich bei Ihnen der Wunsch nach einer Kräuterspirale bereits verfestigt hat und Sie nun überlegen, ob Sie die Kräuterspirale selber bauen oder ob Sie lieber einen Bausatz kaufen möchten, sollten Sie nun weiterlesen. Wir möchten Ihnen diese Entscheidung nämlich erleichtern und haben deshalb die Vor- und Nachteile eines Bausatzes gegenübergestellt. So können Sie entscheiden, ob Ihnen dies zusagt. Damit die Übersichtlichkeit gewahrt bleibt, sind die Punkte stichpunktartig dargestellt.

Nachteile eines Kräuterspiralen-Bausatzes

  • Mit einem vorgefertigten Bausatz ist man nicht so flexibel und kann nicht auf die eigenen Bedürfnisse oder die Beschaffenheit des Gartens eingehen. Gerade bei den Maßen der Spirale kann man nicht variieren. Es geht also nicht, die Kräuterschnecke einfach ein paar Zentimeter länger, breiter oder kürzer zu machen.
  • Das Selberbauen kann auch Spaß machen und zu einem eigenen Projekt werden. Wann hat man sonst noch Zeit selbst etwas zu schaffen. Außerdem kann es eine gute Übung sein, seine handwerklichen Fähigkeiten zu erweitern. Mit einem Bausatz beraubt man sich dieser Erfahrung.
  • Die Suche nach dem passenden Bausatz kann auch viel Zeit in Anspruch nehmen. Diese kann man auch in die Planung eine eigenen, individuellen Kräuterspirale stecken.

Vorteile eines Kräuterspiralen-Bausatzes

  • Wer kein Handwerker oder Planer ist, kommt mit einem Kräuterspiralen-Bausatz ganz einfach an einen eigenen Kräutergarten. Dafür braucht man nämlich wirklich kein handwerkliches Geschick. Man muss nur den Aufbauplan lesen können. Das reicht!
  • Außerdem spart man viel Zeit. Wer selber baut, der muss vorher alles planen, material bestellen und dann noch bearbeiten. Das alles fällt mit einem Kräuterspiralen-Bausatz weg. Man muss ihn nur bestellen und er ist in einigen Minuten bis zu wenigen Stunden aufgebaut.
  • Man braucht kaum Werkzeug. Bei den allermeisten Bausätzen reicht maximal ein Schraubenzieher, um alles aufzubauen. Wer selber baut, braucht viel mehr und meist hat man dann das benötigte Werkzeug gar nicht zur Hand.
  • Es kann sogar sein, dass ein Bausatz günstiger ist als der Eigenbau. Wer die Materialien für eine Kräuterspirale einzeln kauft, spart im Zweifel nicht, sondern gibt mehr Geld aus.
  • Die Auswahl an Bausätzen ist mittlerweile so groß, dass eigentlich jeder eine passende Größe und das passende Material findet.

Wie Sie die Argumente gewichten und was Ihnen am wichtigsten erscheint, müssen Sie selbst entscheiden. Diese Entscheidung können wir Ihnen nicht abnehmen. Überlegen Sie einfach, worauf es Ihnen ankommt und entscheiden Sie sich dann entweder für den Eigenbau einer Kräuterspirale oder dem Kauf eines fertigen Bausatzes. Ihre Entscheidung werden Sie in keinem Fall bereuen, denn Sie gelangen so am Ende zu frischen Kräutern aus Ihrem Garten.

Wir wünschen schon deshalb viel Freude und eine gute Ernte!

Eine Kräuterspirale mit Teich anlegen

Eine sehr schöne und nützliche Kombination ist eine Kräuterspirale mit einem Teich. Immer mehr Kräuterschnecken werden deshalb gleich mit einem solchen Teich angelegt. Wir möchten Ihnen die Vorteile hiervon aufzeigen.

Der erste Vorteil ist, dass beides zusammen perfekt in den Garten passt. Pflanzen und Wasser sehen gemeinsam sehr harmonisch aus.  Wer den Teich mit einigen Wasserpflanzen verschönert, schafft sich eine grüne Oase im Garten.

Auch biologisch betrachtet macht es Sinn, durch das Wasser im Teich sind die Pflanzen immer gut mit Feuchtigkeit versorgt. So erspart man sich gerade im Sommer ein ständiges Gießen. Wer ein Flies vom Teich bis nach oben in die Spirale legt, sorgt auch bis weit nach oben für eine gute Wasserversorgung. Durch die Kapillarwirkung wird das Wasser nämlich nach oben gezogen.

Diese Vorteile überzeugen noch mehr, wenn man bedenkt, dass das Anlegen eines zusätzlichen Teiches nicht viel Arbeit ist. Gerade wenn man die Kräuterspirale plant und aufbaut, kann man mit wenigen Handgriffen mehr, einen solchen Teich schaffen. Worauf Sie beim Anlegen einer Kräuterspirale mit Teich achten sollten, zeigen wir Ihnen nun.

Worauf man beim Anlegen achten sollten

Als erstes sollte man sich natürlich überlegen, wo die Kräuterspirale gebaut werden soll. Achten Sie auf einen sonnigen, windgeschützten Platz. Für eine Kräuterspirale mit Teich brauchen Sie auch mindestens 5 Quadratmeter. Darunter lohnt der Aufwand fast nicht. Bedenken Sie auch, dass Sie um die Kräuterspirale herumlaufen müssen. Planen Sie also auch genügend Abstand ein.

Eine gründliche Planung ist unerlässlich, um nachher auch alles so zu bauen, wie man es möchte. Vermessen Sie den Platz deshalb, notieren Sie die Maße und stecken Sie den Grundriss der Spirale und des Teiches ab. Jetzt sind Sie noch variabel und können Spirale und Teich vergrößern und verkleinern. Der Teich wird dabei selbstverständlich am Fuß der Spirale angelegt.

Wenn Sie die Grundfläche so abgesteckt haben, wie Sie es möchten, entfernen Sie die oberste Grasnarbe. Unter der Spirale empfehlen wir eine Kiesschicht. Den Teich können Sie dabei so tief graben, wie Sie möchten. Falls er so groß werden soll, dass auch Fische darin leben sollen, achten Sie auf eine Mindesttiefe von 1,30 Meter, damit er im Winter nicht komplett durchfriert.

Den Teich legen Sie am besten mit einer Teichfolie an. Unter diese kann eine dünne Sandschicht gelegt werden, damit die Folie geschützt ist. Es gibt aber auch mittlerweile spezielle Unterfolien, die denselben Zweck erfüllen.  Bei der Berechnung der Foliengröße sollten Sie lieber etwas großzügiger sein. Grob berechnen können Sie diese mit folgender Formel: Breite + (2xTiefe) + Puffer.

Legen Sie ein Flies vom oberen Ende der Spirale unter der Erde bis in den Teich. Das Wasser wird dadurch in die Spirale gezogen und die Pflanzen mit Feuchtigkeit versorgt.

Ansonsten gleichen der Aufbau und die Bepflanzung einer normalen Kräuterspirale. Bedenken Sie, dass ein Teich nicht zwingend erforderlich ist, eine Kräuterspirale aber wirklich sehr verschönert. Wir wünschen viel Freude und Erfolg beim Anlegen einer Kräuterspirale mit Teich!

Füllmaterial für die Kräuterspirale

Wer eine Kräuterspirale anlegen möchte, muss sich zunächst natürlich über den Standort, die Größe und das Material der Wände im Klaren werden. Wenn das alles geschehen ist, stellt sich aber schnell die Frage, mit welchem Füllmaterial man die Kräuterspirale anfüllt.

Als erstes sollte man natürlich die Erde benutzen, die man im Garten hat. Doch unserer Erfahrung nach bietet es sich an die Kräuterspirale von unten zunächst mit etwas Kies oder groben Steinbruch zu füllen.

Wir empfehlen Ihnen dabei folgendes Vorgehen:

Wenn Sie den Standort für die Kräuterspirale gefunden habe, stecken Sie die Maße ab. Dann graben Sie die oberste Grasnarbe ab. Dies sind meist nur 10-20 cm. Achten Sie beim Abgraben darauf, dass Sie eine ebene Fläche erschaffen. Um ein leichtes Gefälle auszugleichen, kann man auf der einen Seite tiefer graben als auf der anderen. Wenn der Standort steiler ist, ist es sinnvoller durch die Aufbauten (sprich die Mauer) für eine horizontale Fläche zu sorgen.

Die ausgegrabene Fläche füllen Sie nun gleichmäßig mit Kies. So haben sie eine gerade Fläche auf der die Mauern der Kräuterspirale einfacher angelegt werden können. Auch verhindern Sie so ein ungleichmäßiges Absenken des Bodens. Dies kann Ihre Kräuterschnecke später sogar zum Einsturz bringen. Der dritte Vorteil ist, dass Sie so Staunässe verhindern, da das Wasser schneller versickern kann.

Nun werden die Seitenwände Ihrem Wunschmaterial gebaut.

Im unteren Teil der Kräuterspirale können Sie dann direkt Erde auffüllen. Wer diese mit humusreicher Erde anreichert, sorgt für ideale Wachstumsbedingungen der Kräuter. Achten Sie beim Anmischen der Erde darauf, welche Anforderungen die Kräuter an den Boden stellen.

Je weiter Sie die Spirale nach oben wandern, desto mehr Erde benötigen Sie, da sich die Spirale ja noch oben wendet. Hier ist es sinnvoll mindestens die Hälfte mit Kies aufzufüllen. Darauf kann dann die Erde gefüllt werden. Da in den oberen Zonen der Kräuterschnecke eher mediterrane Kräuter wachsen, bietet sich das an. So sorgen Sie nämlich dafür, dass überschüssiges (Regen-)Wasser abfließt. Wer dann die Erde mit etwas Sand mischt, sorgt für ideale Bedingungen für diese Kräuter. In diesem Bereich der Kräuterspirale wächst dann Lavendel, Basilikum, Rosmarin etc. am besten.

Wie Sie sehen ist das Füllmaterial in einer Kräuterspirale sehr wichtig, da Sie mit ihm die Bodenbeschaffenheit an die jeweiligen Kräuter anpassen können. Das ist zwar ein wenig mehr Aufwand, aber dieser wird Ihnen mit einem höheren Ertrag gedankt werden.