Kräuterschnecke

Die Bezeichnung „Kräuterschnecke“ für ein spiralförmiges Hochbeet ist sehr passend, da der Aufbau total an ein Schneckenhaus erinnert. Wir möchten Ihnen deshalb diese einfache Möglichkeit aufzeigen, mit der Sie Ihre eigenen Kräuter ziehen können.

Falls Sie von Kräuterschnecken noch nie gehört haben, können Sie sich auf dieser Seite informieren. Wir stellen Ihnen hier nämlich vor, was eine Kräuterschnecke ausmacht und erörtern die Vor –und Nachteile. Wenn Sie dann von den Vorteilen überzeugt sind und sich eine Kräuterschnecke anschaffen möchten,  wir Ihnen aufzeigen, wie Sie an eine solche kommen können und was es beim Kauf zu beachten gilt.

Charakteristische Merkmale einer Kräuterschnecke

Eine Kräuterschnecke zeichnet sich durch das spiralförmig angelegte, dreidimensionale Beet aus. Aus Stützwänden wird eine Beetfläche geschaffen, die spiralförmig an Höhe gewinnt. Die Bezeichnung „Kräuterschnecke“ passt deshalb so gut, da sich die Pflanzfläche wie ein Schneckenhaus windet. Dabei gewinnt die Spirale nach und nach an Höhe. Das hat den großen Vorteil, dass die Kräuter auf verschiedenen Ebenen wachsen und so alle viel Sonne abbekommen. Durch diesen Aufbau steht nämlich keine Pflanze im Schatten einer anderen. Als Seitenwände können Natursteine, Gabionen, Stahl oder Beton verwendet werden. Je nach Material erhält die Schnecke ein ganz anderes Aussehen und Charme.

Das folgende Bild zeigt den Aufbau einer Kräuterschnecke. Die Rippen im Inneren muss man sich zwar wegdenken, aber es wird doch sehr deutlich, woher sie ihren Namen hat:

Zur Unterscheidung einer Kräuterspirale und einer Kräuterschnecke lässt sich eigentlich nur so viel sagen: Es gibt eigentlich keiner unterschiedlichen Merkmale. Beide Begriffe können synonym verwendet werden.

Kommen wir nun zu den Vor- und den Nachteilen einer Kräuterschnecke.

Das Für und Wider

Wer vom Aufbau und der Funktion schon überzeugt ist, sollte sich dennoch die Argumente dafür und dagegen anschauen, um sich ein objektives Bild machen zu können.

Nachteile einer Kräuterschnecke

  • Kräuterschnecken benötigen recht viel Platz. Ein solches Beet braucht auf jeden Fall drei Quadratmeter Platz. Außerdem muss noch etwas Raum darum herum eingeplant werden, damit man die Pflanzen von allen Seiten erreichen, pflegen und ernten kann.
  • Der Eigenbau eines solchen Kräuterbeets ist nicht ganz einfach und benötigt ein wenig handwerkliches Geschick.
  • Gerade für mediterrane Kräuter wird viel Licht benötigt, weshalb eine Ausrichtung der Kräuterschnecke nach Süden sinnvoll ist. Das ist nicht in jedem Garten möglich.

Vorteile einer Kräuterschnecke

  • Ein riesen Vorteil gleich vorneweg: Sie werden immer frische Kräuter im Garten haben und müssen diese nicht mehr kaufen. So wissen Sie sicher, dass die Pflanzen nicht mit Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden behandelt wurden.
  • Wer Sorge hat, dass er handwerklich nicht geschickt genug ist, der kann gerade mit einer Kräuterschnecke aus Naturstein erste Erfahrungen sammeln. Diese Steine werden nämlich nur aufeinandergeschichtet und sollen ja natürlich aussehen. Deshalb werden viele Fehler und Ungenauigkeiten verziehen: Vielmehr sorgen ja genau diese Unregelmäßigkeiten für eine sympathische, authentische und charmante Spirale.
  • Es gibt mittlerweile ganze Bausätze für Kräuterspiralen, die den Aufbau noch einfacher und unkomplizierter machen. Das bekommt dann wirklich jeder hin.
  • Eine Kräuterschnecke verschönert jeden Garten und sorgt für ein ganz besonderes Ambiente.

Wir finden, dass die Vorteile einer Kräuterschnecke ganz klar die Nachteile überwiegen. Die Anschaffung lohnt sich unserer Meinung nach auf jeden Fall. Wer sich nun überlegt, ob er die Schnecke selber bauen möchte oder doch lieber ein Bausatz gekauft werden soll, dem seien nun noch einige Überlegungen an die Hand gegeben.

Die Kräuterschnecke selber bauen oder als Bausatz kaufen?

Wenn Sie von der Kräuterschnecke überzeug sind und nun auch eine Ihr Eigen nennen möchten, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie bauen die Kräuterspirale selbst oder erwerben einen Bausatz.

Ein Bausatz hat den großen Vorteil, dass er ganz einfach aufgebaut werden kann. Außerdem muss man selbst nicht groß Planen und das Material anschaffen, sondern man bekommt ein Paket geliefert, in dem alles drin ist. Man muss eigentlich nur den Platz ausmessen und alles weitere der Aufbauanleitung entnehmen. Beim Eigenbau ist das natürlich viel komplizierter. Man muss Berechnungen für Material, Größe und vielem mehr anstellen. Das braucht Zeit und ist auch ein wenige kompliziert.

Der Nachteil ist allerdings, dass man nicht so flexibel ist, was Größe, Form und Aussehen angeht. Man  kann dann die Kräuterspirale ein paar Zentimeter länger oder höher bauen. Das geht natürlich beim Selberbauen viel einfacher. Hier kann man ganz individuell eine einzigartige Kräuterschnecke erschaffen. Und am Ende ist man dann auch noch ein wenig stolzer, wenn man so etwas selbstgemacht hat.

Was nun für Sie in Frage kommt, können wir auch nicht sagen. Gehen Sie einfach in sich und überlegen Sie sich, was Ihnen eher liegt.

Tipps für den Kauf einer Kräuterschnecke

Egal ob Sie die Kräuterspirale selbst bauen oder ob Sie einen Bausatz kaufen, einige Punkte beim Vorgehen bleiben gleich. Diese möchten wir Ihnen nun vorstellen, um Ihnen die Planung zu erleichtern und Ihnen Ärger zu ersparen.

  1. Als erstes sollten Sie sich immer überlegen, wo die Kräuterschnecke hin soll. Dafür bietet sich ein sehr sonniger Platz an. Dies ist meist Richtung Süden der Fall. Wenn der Platz dann noch windgeschützt ist und vom Haus aus einfach zu erreichen ist, ist es perfekt. Wenn Sie einen solchen Platz gefunden haben, gehen Sie noch einmal in sich und überlegen Sie, ob Ihnen das passt. Sind die Laufwege zur Kräuterspirale angemessen? Passt Sie dort an den Garten? Ist der Platz groß genug? Ja? Dann kann es weitergehen.
  2. Stecken Sie die Maße der geplanten Schnecke ab. Hierfür erreichen ein paar Stöcke und ein wenig Schnur. Denn so können Sie noch variieren und die Maße verschieben. Wenn Sie einen Bausatz kaufen möchten, stecken Sie dessen Maße ab.
  3. Wenn die Größe stimmig ist, können Sie entweder den Bausatz bestellen oder eben die Planung für das jeweilige Material und dessen Menge planen.
  4. Sowohl eine gekaufte als auch eine selbstgebaute Kräuterspirale sollte auf einem Kiesbett stehen. Das gibt Stabilität und sorgt für einen geraden Untergrund. Hierfür entfernen Sie einfach die Grasnarbe – das sind ca. 20 Zentimeter – und füllen diese dann mit Schotter oder Kies auf.
  5. Bauen Sie nun darauf die Kräuterschnecke.
  6. Den Innenraum zwischen den beiden Seitenwänden füllen Sie von unten nach oben mit Erde. Da eine Kräuterschecke verschiedenen Zonen hat, in denen Kräuter wachsen, sorgen Sie für unterschiedlichen Untergrund. Im ganz unteren Bereich können Sie die Erde mit etwas Humus anreichern. Hier wachsen dann eher feuchtigkeitsliebende Pflanzen. Je weiter Sie in der Spirale nach oben wandern, desto trockener wird der Boden. Hier können Sie dann ganz unten noch eine Schicht Schotter einbringen und ganz oben die Erde mit Sand vermischen. Hier füllen sich dann eher mediterrane Kräuter wohl.
  7. Wenn Sie damit fertig sind, lassen Sie die Spirale am besten einige Tage so stehen. Die Erde wird sich noch ein wenig setzen. Um dies zu beschleunigen können Sie die Kräuterspirale gut wässern.
  8. Danach können Sie mit dem Bepflanzen beginnen. Gehen Sie dabei von Ihren Vorlieben und den Bedürfnissen der Pflanzen aus.
  9. Nun heißt es nur noch ein wenig abwarten und schon nach kurzer Zeit können die frischen Kräuter geerntet werden. Wir wünschen viel Freude, gutes Wachstum der Pflanzen und einen guten Appetit.

Hoffentlich hat Ihnen diese Aufstellung geholfen und Sie wissen nun besser, wie Sie eine Kräuterschnecke anlegen können.