Wie befüllt man eine Kräuterspirale?

In diesem Artikel möchte ich Ihnen aufzeigen, wie man eine Kräuterspirale richtig befüllt. Dazu muss zunächst geklärt werden, wie man eine solche Spirale anlegt. Das Augenmerk soll aber auf dem Befüllen liegen.

Als erstes sollte man sich immer überlegen, wo die Kräuterschnecke angelegt werden soll. Hierfür eignet sich ein sonniger und windgeschützter Platz mit mindestens 3-5 Quadratmetern. Dabei sollte man bedenken, dass man auch noch etwas Platz um die Spirale benötigt, damit man einfach herumgehen kann. Nur so ist das Gärtnern später problemlos möglich und man kommt auch von allen Seiten an die Kräuter.

In einem zweiten Schritt sollte man die ungefähre Größe festlegen und sich überlegen, ob man die Spirale selber baut oder ob man einen Bausatz kauft. Ein Kräuterspiralen-Bausatz hat den Vorteil, dass er schnell aufgebaut ist und man sich selbst keine großen Gedanken zur Planung machen muss. Allerdings kann man eine solche Kräuterspirale natürlich nicht so individuell gestalten. Die Maße sind nämlich vorgegeben.

Kommen wir nun zum Befüllen der Kräuterspirale.

Wer selbst eine solche Spirale anlegt, der gräbt die oberste Grasnarbe ab und legt dann die Steinreihe an. Die ausgegrabene Erde kann dann auch zum Befüllen verwendet werden.

Eine Kräuterspirale befüllenWir empfehlen immer, die unterste Schicht in der Spirale durch Bruchsteine oder Schotter zu füllen. Dadurch wird gewährleistet, dass Regen- und Gießwasser abfließt und sich keine Staunässe bildet. Darüber kann dann mit Erde befüllt werden. Da die Höhe der Kräuterschnecke ansteigt, muss auch die Höhe dieser Drainageschicht ansteigen.

Entweder man baucht die Kräuterspirale in Trockenbauweise, das heißt ohne Mörtel, oder man verfügt die Steine miteinander. Das hängt ein wenig von Ihrem Geschmack ab und davon wie stabil Sie die Spirale möchten. Rechts sehen Sie eine gemauerte Spirale. Bei dieser Variante kann man mit dem Befüllen der Spirale bis zum Ende warten, da die Mauern sich selbst tragen. Wenn Sie die Steine nur aufeinanderschichten, sollten Sie immer parallel mit Erde befüllen.

Wenn Sie damit fertig sind, sieht Ihre Kräuterspirale in etwa so aus:

Das Befüllen einer Kräuterspirale

Dann können Sie sich an das Bepflanzen machen. Da eine Kräuterspirale in verschiedene Zonen eingeteilt wird, muss auch die Füllung unterschiedlich sein. So unterscheidet man folgenden Bereiche innerhalb einer Kräuterspirale. Die Kräuter werden dabei nach ihren Ansprüchen in folgender Reihenfolge in die Kräuterspirale gepflanzt:

Nasse Zone

Dieser Bereich ist der Unterste. Oft wird hier auch direkt an die Kräuterspirale ein kleiner Teich gebaut, damit dieser Teil immer nass bleibt. Hier wachsen dann auch diejenigen Kräuter, die es besonders nass mögen. Das sind zum Beispiel Kerbel oder Dill. Deshalb mischt man hier humusreiche, dunkle Erde unter die vorhandene Erde. So wird möglichst viel Feuchtigkeit gespeichert.

Feuchte Zone

Von unten nach oben ist dies die zweite Zone. Hier wachsen zum Beispiel Schnittlauch oder Estragon sehr gut. In diesen Bereich kann man zusätzlich noch ein wenig Sand untermischen, der die Feuchtigkeit sehr gut hält.

Mäßig trockene Zone

Kommen wir zur verletzen Zone. Hier herrscht schon ein hoher Sandanteil vor. Der Boden ist durch die Entfernung zum Untergrund trockener. Er trocknet auch schneller aus, da das Wasser in der Spiral natürlich nach unten abfließt. Mischen sie hier einen hohen Anteil Sand in die Erde.

Trockene Zone

Ganz oben in der Kräuterschnecke befindet sich die trockenste Zone. Der Sandanteil ist hier am höchsten. Hier ist außerdem auch die Sonneneinstrahlung am stärksten und das Wasser fließt am schnellsten Ab. Damit Staunässe vermieden wird, kann man den untersten Teil mit größeren Kieseln oder Überresten aus der Ummauerung füllen. Darauf dann die Erde, die mit viel Sand untermischt wurde. So wachsen in diesem Bereich Lavendel oder Rosmarin sehr gut.