Wie lege ich eine Kräuterspirale an?

Der Wunsch nach einer Kräuterspirale besteht bei vielen Menschen, doch oft scheitert es leider am Umsetzen. Wir möchten Ihnen mit diesem Beitrag zeigen, dass das Anlegen einer Kräuterschnecke gar nicht schwer ist.

Als aller erstes sollten Sie überlegen, ob dieser Wunsch wirklich stark genug ist, sie Platz für eine Kräuterspirale haben, Sie diese auch nutzen würden und auch etwas Zeit für das Anlegen und die Pflege investieren möchten. Wenn Sie all diese Punkte mit einem deutlichen Ja beantworten können, kann es weitergehen.

Nun sollten Sie überlegen, wo die Spirale angelegt werden soll. Hierfür ist ein sehr sonniger, aber windgeschützter Platz ideal. Doch es muss nicht immer der Garte sein, denn ein solches Kräuterbeet kann auch auf dem Balkon oder der Terrasse angelegt werden. Eine Ausrichtung nach Süden ist aber in jedem Fall von Vorteil, da die meisten Kräuter sehr viel Licht und Wärme benötigen.

Jetzt ist es an der Zeit, sich zu überlegen, ob man einen Kräuterspiralen Bausatz kauft oder ob man sie in Eigenregie baut. Vorteile eines Bausatzes sind, dass man hierfür weniger Zeit braucht, dass alle Teile vorhanden sind und sich die Planung auf das Ausmessen des gewünschten Aufstellortes bezieht. Allerdings kann man dann nur Standart-Modelle erwerben. Individuelle Lösungen sind so nicht möglich. Für den Eigenbau spricht, dass man seine ganz persönliche und einzigartige Kräuterspirale erschaffen kann. Auch kann man dann auf spezielle Gegebenheiten vor Ort eingehen und zum Beispiel die Spirale länglicher oder rundlicher machen. Dann muss man die Materialplanung und vieles mehr selbst übernehmen.

Es ist nun an der Zeit, sich zu überlegen, ob man unteren Ende der Kräuterspirale einen Teich haben möchte. Hierfür reicht es schon, wenn man aus Teichfolie eine kleine Mulde formt und in diese ein saugfähiges Vlies legt, welches unter der Erde bis in die Kräuterspirale reicht. Durch den Kapillareffekt wird so Wasser zu den Kräutern transportiert und Sie müssen weniger Gießen.

Der nächste Punkt ist es die gekaufte oder selbst gebaute Spirale aufzubauen. Dafür eignet sich der Frühling am ehesten, da es hier noch nicht zu heiß ist und das Aufbauen dadurch angenehmer ist. Auch beginnt hier die Wachstumsperiode der Pflanzen.

Wenn das Gerüst der Spirale steht, sollten Sie nun – falls gewünscht – das Vlies einbringen. Da eine Kräuterspirale in Pflanzzonen aufgeteilt ist, sollten Sie sich spätestens jetzt überlegen, welche Kräuter Sie anpflanzen möchten. Im unteren Bereich befindet sich die Feuchtigkeitszone, in welcher viel Wasser und humusreicher Boden vorhanden sein sollte. Hier wachsen Dill, Schnittlauch und Minze-Sorten sehr gut. Im mittleren Bereich sollte der Boden trockener und die Bodenzusammensetzung einen kleinen Anteil von Sand beinhalten. Hier wachsen Koriander, Melisse und beispielsweise Kapuzinerkresse sehr gut. Im oberen Bereich, der sehr trockenen Zone, wachsen mediterrane Kräuter wie Lavendel, Rosmarin und Thymian gut. Überlegen Sie also, welche Pflanzen Sie möchten und teilen Sie die einzelnen Zonen grob ein. Eine Drittelung der Zonen funktioniert unserer Erfahrung nach aber am besten

Um den Geländeverlauf zu modellieren kann man nach oben hin immer mehr Bruchsteine lose in die Kräuterspirale legen. So kann das Wasser schneller ablaufen, was gerade mediterrane Kräuter schätzen. So verhindert man Staunässe, was dadurch das Absterben dieser Pflanzen verhindert.

Wenn der Boden in die Kräuterspirale eingebracht ist, können Sie die Kräuter pflanzen und gut angießen. So werden Hohlräume in der Erde geschlossen und das Anwurzeln der Pflanzen erleichtert. Dann beginnt die Pflege der Spirale, was sich aber zunächst in Grenzen hält. Geben Sie nämlich den Pflanzen zunächst etwas Zeit, um zu wachsen bevor Sie das erste Mal ernten.

Nun haben Sie alles geschafft und sind stolzer Besitzer einer eigenen Kräuterspirale! Jetzt dürfen Sie sich eine Pause gönnen und sich am Anblick Ihrer Kräuterschnecke erfreuen.

Die richtigen Kräuter für die Kräuterspirale

Welche Kräuter in eine Kräuterspirale passen? Als erstes einmal natürlich alle, die Ihnen schmecken, denn nur diese werden später auch einmal gegessen werden. Ganz so einfach ist es aber leider nicht. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel aufzeigen, worauf man bei der Bepflanzung der Kräuterschnecke achten sollte.

Zum einen muss der Standort bedacht werden. Wir empfehlen es immer die Kräuterspirale am sonnigsten Ort mit der Öffnung Richtung Süden zu errichten. Die meisten Kräuter möchten nämlich viel Wärme und Sonne. Gerade mediterrane Kräuter wie Basilikum, Thymian, Oregano, Basilikum, Lavendel und Rosmarin fühlen sich so wohl.

Zum anderen muss man natürlich die Bodenbeschaffenheit beachten. So können Kräuter entweder durchlässigen, dichten, sandigen oder tonigen Boden bevorzugen. Für ein perfektes Wachstum der Pflanzen ist es wichtig, darauf einzugehen. Dann erhält man die besten Erträge. Am besten wählt man also Kräuter aus, die ähnliche Anfoderungen stellen. Doch auch eine Mischung ist möglich, da an die Erde je nach Wunsch-Pflanzen in einem Bereich der Kräuterspirale neu mischen kann.

Auch spielt der Wasserbedarf der Kräuter eine Rolle. Dieser ist aber durch regelmäßiges Gießen einfach zur regulieren. Bedenken Sie aber, wenn Sie Kräuter mit einem hohen Wasserbedarf pflanzen, diese auch regelmäßig zu gießen. Wer das nicht immer schafft, kann sich einen kleinen Teich am unteren Ender der Spirale anlegen. Aus diesem kann – unter der Erde – ein zum Beispiel Vlies in die Kräuterschnecke legen. Dieses zieht das Wasser dann nach oben. Der Teich kann mit Teichfolie ganz nach den eigenen Wünschen gestaltet werden.

Als letzter Punkt haben die Kräuter unterschiedliche Anforderungen an den Nährstoffbedarf. Dieser kann durch die Erde und eine Düngung reguliert werden. Am natürlichsten ist hierfür Kompost aus dem eigenen Garten. Aber natürlich hat das nicht jeder, dann gibt es auch gute Nitratdünger im Baumarkt oder Garten-Center.

 

Die Auswahl der Kräuter richtet sich also nach persönlichen Vorlieben, den Gegebenheiten vor Ort und den Anforderungen der Pflanzen. Der große Vorteil einer Kräuterspirale ist, dass man in den verschiedenen Zonen der Spirale unterschiedliche Bedingungen schaffen kann. Im unteren Bereich eher humushaltigeren, feuchteren Boden und weiter oben sandigere, trockene Erde. So können Sie mit einer Kräuterschnecke alle Ihre Lieblingskräuter anbauen und gleichzeitig deren Bedürfnisse ideal erfüllen. Das ist der große Vorteil einer Kräuterspirale!

Füllmaterial für die Kräuterspirale

Wer eine Kräuterspirale anlegen möchte, muss sich zunächst natürlich über den Standort, die Größe und das Material der Wände im Klaren werden. Wenn das alles geschehen ist, stellt sich aber schnell die Frage, mit welchem Füllmaterial man die Kräuterspirale anfüllt.

Als erstes sollte man natürlich die Erde benutzen, die man im Garten hat. Doch unserer Erfahrung nach bietet es sich an die Kräuterspirale von unten zunächst mit etwas Kies oder groben Steinbruch zu füllen.

Wir empfehlen Ihnen dabei folgendes Vorgehen:

Wenn Sie den Standort für die Kräuterspirale gefunden habe, stecken Sie die Maße ab. Dann graben Sie die oberste Grasnarbe ab. Dies sind meist nur 10-20 cm. Achten Sie beim Abgraben darauf, dass Sie eine ebene Fläche erschaffen. Um ein leichtes Gefälle auszugleichen, kann man auf der einen Seite tiefer graben als auf der anderen. Wenn der Standort steiler ist, ist es sinnvoller durch die Aufbauten (sprich die Mauer) für eine horizontale Fläche zu sorgen.

Die ausgegrabene Fläche füllen Sie nun gleichmäßig mit Kies. So haben sie eine gerade Fläche auf der die Mauern der Kräuterspirale einfacher angelegt werden können. Auch verhindern Sie so ein ungleichmäßiges Absenken des Bodens. Dies kann Ihre Kräuterschnecke später sogar zum Einsturz bringen. Der dritte Vorteil ist, dass Sie so Staunässe verhindern, da das Wasser schneller versickern kann.

Nun werden die Seitenwände Ihrem Wunschmaterial gebaut.

Im unteren Teil der Kräuterspirale können Sie dann direkt Erde auffüllen. Wer diese mit humusreicher Erde anreichert, sorgt für ideale Wachstumsbedingungen der Kräuter. Achten Sie beim Anmischen der Erde darauf, welche Anforderungen die Kräuter an den Boden stellen.

Je weiter Sie die Spirale nach oben wandern, desto mehr Erde benötigen Sie, da sich die Spirale ja noch oben wendet. Hier ist es sinnvoll mindestens die Hälfte mit Kies aufzufüllen. Darauf kann dann die Erde gefüllt werden. Da in den oberen Zonen der Kräuterschnecke eher mediterrane Kräuter wachsen, bietet sich das an. So sorgen Sie nämlich dafür, dass überschüssiges (Regen-)Wasser abfließt. Wer dann die Erde mit etwas Sand mischt, sorgt für ideale Bedingungen für diese Kräuter. In diesem Bereich der Kräuterspirale wächst dann Lavendel, Basilikum, Rosmarin etc. am besten.

Wie Sie sehen ist das Füllmaterial in einer Kräuterspirale sehr wichtig, da Sie mit ihm die Bodenbeschaffenheit an die jeweiligen Kräuter anpassen können. Das ist zwar ein wenig mehr Aufwand, aber dieser wird Ihnen mit einem höheren Ertrag gedankt werden.

Der richtige Standort für die Kräuterspirale

Beim Anlegen einer Kräuterspirale ist der Aufstellort extrem wichtig. Er bestimmt nämlich ganz entscheidend, ob das Projekt etwas wird oder nicht. Nur wenn der Ort für die Kräuterspirale gut gewählt wurde, werden Sie auch Freude daran haben. Um das zu gewährleisten, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengetragen.

Eine Rangfolge der Punkte zu erstellen, ist dabei kaum möglich. Keine der Überlegungen ist wichtiger oder weniger wichtiger als die andere. Die Kombination daraus ist entscheidend. Die folgende Reihenfolge hat also recht wenig Aussagekraft.

  1. Die Kräuterspirale sollte schnell aus der Küche erreichbar sein. Niemand läuft gerne lange, um eine Handvoll Kräuter zu pflücken. Doch nicht nur die Nähe zur Küche ist entscheidend, sondern auch der Laufweg. Es nützt also nichts, wenn die Kräuterspirale zwar direkt vor dem Küchenfenster ist, aber die nächste Gartentür weit entfernt ist. Wenn Sie einen Wunschort haben, laufen Sie den Weg aus der Küche einfach einmal ab.
  2. Die meisten Kräuter brauchen viel Sonne. Aus diesem Grund ist eine Ausrichtung nach Süden sinnvoll. Der Platz der Kräuterschnecke sollte also sehr hell und vollsonnig sein. Es empfiehlt sich deshalb nicht, die Kräuterspirale unter einen Baum oder an schattige Orte zu bauen.
  3. Eine zu exponierte Lage ist allerdings auch nicht ideal, da besonders mediterrane Kräuter ansonsten im Winter kalten Wind ausgesetzt sind und erfrieren können.
  4. Achten Sie darauf, dass genügend Platz zur Verfügung steht. Eine ordentliche Kräuterspirale benötigt nämlich 3m² – 6m² Platz. Wer sich unsicher ist, der sollte den Wunschort am besten einmal vermessen.
  5. Der Untergrund hat nur eine nachrangige Wichtigkeit. Dieser wird nämlich in aller Regel sowieso aufgeschüttet und den Bedürfnissen der Kräuter angepasst. Wenn allerdings schon gute Erde vorhanden ist, umso besser!
  6. Wenn zudem noch eine gute Erreichbarkeit vom Ort der abgelieferten Steine gegeben ist, haben Sie den perfekten Aufstellort für Ihre Kräuterspirale gefunden.

Auf mehr muss man eigentlich auch gar nicht achten. Wenn Sie diese Punkte beachten, werden Sie recht einfach den richtigen Standort in Ihrem Garten finden. Wir wünschen schon jetzt: Viel Spaß mit der Planung!

Die perfekte Jahreszeit für das Anlegen einer Kräuterspirale

Ja, wann ist die perfekte Jahreszeit, um eine Kräuterspirale anzulegen? Ich würde immer sagen: „Immer wann Sie Lust darauf haben!“ Doch natürlich gibt es einig Zeiten, die sich mehr als andere anbieten.

Im Winter ist niemand gerne im Freien, denn dann ist es kalt, windig und höchstwahrscheinlich sogar gefroren. Hier arbeitet niemand gerne im Garten und man verlässt das Haus nur wenn es unbedingt sein muss. Gartenarbeit ist hier aufgrund der Temperaturen unterbleiben. Auch wachsen hier die Pflanzen nicht und gerade Erdarbeiten sind aufgrund des gefrorenen Bodens kaum möglich.

Im Herbst ist das Wetter so schmuddelig, dass man hier auch nicht gerne draußen ist. Wenn überhaupt kann man hier Vorbereitungen für das Anlegen der Kräuterspirale treffen. Im Freien wäre das die Markierung des Standorts oder die Bereitstellung des Baumaterials. Gedanklich lässt sich im Herbst aber sehr viel Arbeiten. So kann man sich die Größe, die Ausrichtung überlegen und über das Material Gedanken machen. Auch der genaue Aufbau kann geplant werden. Wer auf einen Bausatz zurückgreift, kann diesen schon aussuchen oder – je nach Lieferzeit – vielleicht sogar bestellen.

Die perfekte Jahreszeit, um eine Kräuterspirale anzulegen, ist meiner Meinung nach der Frühling. Hier blüht langsam alles, man kann sich gut vorstellen, wie der Garten aussehen wird, wenn alles wieder grünt, und hier macht das Arbeiten im Freien auch Spaß. Die Temperaturen sind dabei angenehm aber noch nicht zu heiß. Das Arbeiten muss ja nicht noch schweißtreibender sein, als es sowieso schon ist. Alle eingepflanzten Kräuter wachsen hier auch schnell an und wachsen damit am schnellsten. Durch das warme Wetter und die regelmäßigen Regenschauer zu dieser Zeit, wird automatisch für ein perfektes Wachstum der Kräuter gesorgt.

Im Sommer kann man natürlich auch eine Kräuterschnecke anlegen, doch hier ist es viel wärmer und das Arbeiten dadurch anstrengender. Auch dauert es natürlich eine Weile bis die Kräuter wachsen und da bei uns der Herbst schon recht früh kommt, hat man dann nicht ganz so lange etwas von seinen frischen Kräutern. Das ist gerade bei einjährigen Pflanzen ärgerlich.

Was meinen Sie? Können Sie uns zustimmen? Wann würden Sie eine Kräuterspirale anlegen?